Tschüss, kleines Muffelmonster

Tschüss, kleines Muffelmonster

Dass es sie gibt – die Wutzwerge und die Muffelmonster – das können wir nur bestätigen. Im Alltag mit unseren Kindern haben wir einschlägige Erfahrungen mit diversen Formen dieser Gattungen gemacht. Das Großwerden in einer Welt voller Regeln und Verbote ist für Kinder schwierig. Oft stehen ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht im Einklang mit den an sie gestellten Forderungen. Daher gehören Trotzreaktionen und Wutanfälle zum Familienleben dazu. Kindern bringt man am Besten etwas bei, indem man ihnen Geschichten dazu erzählt oder vorliest. Sie können sich dann alles besser vorstellen und verinnerlichen. Geschichten und Bücher regen dazu an, genau zu beobachten, zu vergleichen, zu unterscheiden, Neues kennen zu lernen und es sich zu merken. Gute Kinderbücher knüpfen mit ihren Darstellungen an das Erleben der Kinder an und stellen die Welt aus deren Sicht dar.

Von Wutzwergen und Muffelmonstern…

„Tschüss, kleines Muffelmonster“ vom Arena Verlag, ist so ein liebevoll illustriertes Kinderbuch, welches an der Erfahrungswelt der Kinder anknüpft. Ein Buch, das das Thema „Schlechte Laune“ in unterschiedlichen Ausprägungen für Kinder anschaulich erfassbar und vor allem begreifbar macht. Eines Morgens wird Moritz durch einen lauten „Rumms“ geweckt und neben seinem Bett entdeckt er ein kleines tiefschwarzes, struppiges Monster. Dieses ist total schlecht gelaunt und tritt mit voller Wut gegen den Bettpfosten. Durch die miese Laune ist es nun sichtbar geworden. Um wieder unsichtbar zu werden, muss es gute Laune haben. Moritz entschließt sich zu helfen – das ist gar nicht so einfach, bei solch einem missmutigen Muffelmonster. Moritz muss sich unbedingt was einfallen lassen. „Tschüss, kleines Muffelmonster“ ist eine wunderbare Bildergeschichte für Klein und Groß, die sich hervorragend zum Vorlesen eignet.

Perfekt gegen schlechte Laune

Ganz sanft und deutlich wird selbst relativ kleinen Kindern gezeigt, was schlechte Laune ist. Wir haben immer viel Spaß beim Lesen des Buches und allein schon beim Betrachten wird die schlechte Laune verbannt. Die Muffel-Mimik ist fantastisch eingefangen und es enthält einige Tipps, was man gegen üble Laune machen kann. Liebevoll, lebendig und authentisch wissen die Bilder zu begeistern. Kinder können aktiv in das Vorlesen einbezogen werden und wissen spätestens nach dem zweiten „NEIN“ des Muffelmonsters die Antwort auf alle Vorschläge und rufen ebenso ein brummiges „NEIN“. Das Buch ist eine richtige Medizin! Perfekt gegen miese Laune, muffelig sein und Unausstehlichkeit. Die Geschichte regt Kinder dazu an, ihre eigenen Gefühle zu reflektieren und die Gefühle Anderer zu achten. Unsere Kinder nennen sich nun auch Muffelmonster, wenn sich die schlechte Laune mal wieder breit macht. Wenn doch nur unsere Muffelmonster dann auch so liebenswert wären…

Dieses Buch gibt es bei myToys.de.

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Janet

Ich bin Janet und wohne mit meiner Familie in Berlin. Durch und durch Großstadtpflanzen fühlen wir uns hier pudelwohl. Ich bin Mama von zwei Wirbelwinden. Wir lieben es, kreativ zu sein, zu basteln, zu malen und einfach gemeinsam etwas zu unternehmen. Mit großer Leidenschaft spielen und toben wir und probieren gern Neues aus.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Schon vor längerer Zeit habe ich deinen Tipp gelesen und das Buch direkt bestellt. Die Trotzphase ist echt anstrengend! Inzwischen muss ich nur noch RUUUUUMMSS!! sagen, und auf das Gesicht meiner Tochter macht sich wieder das erste kleine Lächeln breit. Ich habe gesehen, dass es nun auch einen zweiten Teil gibt. Kennst du das Buch auch schon? Lohnt sich das, oder ist es eher eine Wiederholung des ersten Buchs? Danke & Gruß

    • Hallo Stephanie,

      ja, wir haben den zweiten Teil: „Hallo, kleines Muffelmonster“ auch zu Hause. Hier geht Moritz in die Muffelmonsterwelt und lernt weitere Monster kennen (hier geht es eher um Kraftausdrücke und deren Wirkung). Ich als Mama finde es genauso niedlich und liebevoll geschrieben und illustriert, meine Kids aber lieben den ersten Teil mehr. Das „Nochmal“ war beim zweiten Teil nicht ganz so stark! Aber das ist ja immer verschieden! Liebe Grüße

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