Tag des dummen Spielzeugs

Heute ist „Tag des dummen Spielzeugs“ – eine Gelegenheit das letzte Jahr Revue passieren zu lassen und zu überlegen, welchen Spielzeugkauf man vielleicht lieber nicht getätigt hätte. Denn leider erweist sich ja nicht jede Idee auch wirklich als Renner im Kinderzimmer.

Wobei es aber auch genau andersherum sein kann: Die lieben Kinder sind ganz wild auf ein bestimmtest Spielzeug oder bekommen etwas von anderen Verwandten geschenkt, bei dem wir Eltern nur den Kopf schütteln können. Seltsamerweise sind es aber auch oft genau diese Sachen, die Mama und Papa nie kaufen würden, ein echter Hit beim Nachwuchs.

Meine negativ-Hits des Jahres: Eine Trillerpfeife sowie ein Set Vogelpfeifen. Spielzeuge, die Pfeifgeräusche verursachen, sollte man wirklich nur haben, wenn man auch eine schalldichte Kabine besitzt!

Aber auch bei den Bloggerinnen gab es ein paar Spezialfälle:

Anette

Avatar AnetteEs gibt ja wirklich viele sinnlose Spielsachen, aber das Glibber-Alien, das meine Mädels von ihrer Großtante bekommen haben („Schaut mal, das hab ich bei der Tombola gewonnen und gleich an euch gedacht!“), finde ich echt widerlich.

Es sieht aus wie ein großes Reagenzglas – allerdings aus Plastik. Drin ist ein ekliger weißer Schleim. Am Deckel ist ein Stab angebracht, an dem ein Alien hängt (sieht aus wie ein Deckel von Seifenblasen – nur eben mit Alien dran). Nimmt man den Deckel hoch, kommt also das Alien aus dem Glibber nach oben. Schließt man ihn wieder, verschwindet das Alien im Schleim. Wenn man nun ein Knöpfchen am Verschluss drückt, leuchten seine Augen rot. Bei der Übergabe dieses tollen Geschenkes war ich mir fast sicher, dass es nie ausgepackt werden würde, aber es war der absolute Renner auf der, bis dahin für meine Kinder eher langweiligen, Geburtstagsfeier ihres Uropas. Jeder Gast musste den Glibber- Schleim nun anfassen und die Mädels kugelten sich bei der Reaktion ihrer Verwandtschaft vor Lachen. Ein Foto kann ich momentan nicht liefern, denn LEIDER haben wir das Alien bei Uroma und Uropa vergessen. Und LEIDER dauert es eine Weile, bis wir sie wieder besuchen. :) 

Christiane

Christiane_avatar-180x180Vor einem Jahr bekam unser – zu diesem Zeitpunkt noch vierjähriger Sohn – von einer Freundin eine  kleine Nerf-Pistole geschenkt. Seine Augen strahlten und  er war völlig aus dem Häuschen. Bis zu diesem Zeitpunkt war unser Haus eine waffenfreie Zone und selbst Wasserpistolen waren eher Wasserdelfine oder spritzende Krokodile. Nun waren wir sozusagen „waffentechnisch entweiht“ und die Prinzipien dahin.

Unseren Sohn freute es mächtig, denn diese kleine Pistole machte ihm einen Heidenspaß. Es war nicht daran zu denken, sie ihm wieder wegzunehmen. So arrangierten wir uns mit diesem neuen Spielzeug. Mit der festen Vereinbarung, nicht auf andere Personen zu schießen, fanden wir alle unseren Frieden. Mittlerweile besitzen wir eine zweite Mini-Pistole und machen mit Freude kleine Zielwettkämpfe. Dazu stellen wir den Papierkorb in den Garten und zählen, wer die meisten Schaumstoffpfeile erfolgreich versenkt hat. Zwar habe ich mich nun nicht zum Waffenfreund entwickelt, vielmehr wurden meine Toleranzgrenzen etwas aufgeweicht.

Iris

Iris_avatar-180x180Es begann alles ganz harmlos am fünften Geburtstag meines Sohnes: eine Freundin wusste, dass mein Sohn Naturforscher werden möchte, und schenkte ihm ein Kinderteleskop. Ich war begeistert, mein Sohn ebenso. Das Teleskop wurde aufgebaut und die Nacht herbeigesehnt. Mein Sohn hat im August Geburtstag, und da er am nächsten Tag wieder früh aus dem Bett musste, schickte ich ihn natürlich bereits weit vor Sonnenuntergang ins Bett.

Ich vertröstete ihn aufs Wochenende. Auch am Wochenende war meinem Sohn der Blick in die Sterne jedoch nicht vergönnt: am Freitag war ich abends so geschafft, dass ich nicht noch stundenlang einen übermüdeten 5-Jährigen bespaßen wollte, am Samstag schlief er von selbst ein. Am Sonntag musste er wieder früh ins Bett. Die endlosen Auseinandersetzungen deswegen brauche ich wahrscheinlich nicht weiter auszuführen. Um es kurz zu machen: im Sommer wird es zu spät dunkel, im Winter ist es nach Sonnenuntergang zu kalt, hat man abends Zeit, ist es bewölkt oder Kind und/oder Eltern sind zu müde. Bisher wurde das Teleskop genau einmal in einer klaren Sommerferiennacht benutzt. Mein Rat: Verschenkt Spielzeuge, die nur nach Sonnenuntergang zu benutzen sind, tunlichst nur an Eltern, denen Ihr eins auswischen wollt.

Habt Ihr auch solche „dummen Spielzeug“ in Eurer Sammlung?

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Antje

Antje

Als Kind waren es vor allem ausgiebige Spiele wie Kaufmannsläden oder Schönheitssalons, die Antje begeistert haben. Da wurden die großen Brüder schon mal als Verkäufer von Plüschtieren eingesetzt und bekamen liebevolle Gesichtsbehandlungen mit Klebestift und Kuchenpapier. Dank ihres kleinen Sohnes und ihrer 7 Nichten und Neffen ist Antje auch heute immer auf der Suche nach tollen Spiel- und Bastelideen. Ihrer Liebe zum Bloggen kann sie bei Spielzeug.de als leitende Redakteurin nachgehen.

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  • Zwar kein sinnloses Spielzeug aber trotzdem ein riesen Spaßfaktor sind ferngesteuerte Autos. Gerade Jungs lieben ferngesteuerte Autos über alles und haben gleichzeitig einen Grund an der frischen Luft zu spielen und etwas zu erleben. Wen diese Thema interessiert kann gerne mal bei meinem Blog vorbeischauen. Ihr findet dort wichtige Infos ab wie vielen Jahren diese Spielzeuge geeignet sind und was man beim Kauf beachten sollte. Grüße Henrik

    http://profi-ferngesteuertes-auto.de/

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