Emils Entdeckerreise: Kleinkind-Laptop von Vtech

Meine Kinder sind (naturgemäß?) von genau den elektronischen Geräten am meisten fasziniert, die sie nicht haben können. Dazu gehört vor allem mein Laptop. Wie oft sie den schon mitten im Betrieb ausgemacht haben… Das Problem werden sicherlich einige Eltern kennen.

Die naheliegende Lösung: Ein Laptop für die Kinder muss her. Einige Recherchen haben mich aber dazu gebracht, eben nicht den Standard Pixel-Bildschirm Laptop zu kaufen, sondern einen ganz ohne Bildschirm. So kamen wir auf Emils Entdeckerreise von Vtech.

Wie funktioniert der Laptop?

Das Gerät sieht aus wie ein Laptop, kann man auch so öffnen und anmachen. Dann wird das Kind von Emil begrüßt. Statt eines LCD-Display gibt es einen Einschub für ca. 20 bunte Karten, die dabei sind. Jede Karte ist beidseitig bedruckt und auf jeder gibt es etwas zu entdecken. Emil stellt gerne dieselben Fragen, welche aber aufgrund der verschiedenen Karten immer anders zu beantworten sind. Das Kind muss dann schon genau hingucken. Welche Farbe hat dies und das? Welche Form erkennst Du dort? Wie viele? Kannst Du das oder das sehen? Ist das über/unter oder rechts/links von? Zur Antwort gibt es die entsprechenden  Tasten mit Farben, Formen, Zahlen, ja/nein, über/unter, Jahreszeiten und Buchstaben. Bei einer richtigen Antwort kommt eine positive Bestätigung, bei einer falschen die Ermunterung, es noch einmal zu probieren.

Weitere Extras

Es gibt noch einige Extrakarten, mit denen man wie bei einem Klavier Musik machen kann, das Alphabet oder die Zahlen. Beim Alphabet gibt es einige Punkte Abzug. Unsere Tochter heißt Tessa, T war der erste Buchstabe, den sie kannte. Nun sagt Emil aber bei T und P etwas, was komplett identisch klingt in unser aller Ohren und somit, das sieht sie vollkommen korrekt, falsch ist. Wir haben uns mit Vtech per Mail kurzgeschlossen, Quintessenz, durch die notwendige Kompression der mp3-Dateien kann es schon mal dazu kommen, dass Buchstaben ähnlich klingen. Im weiteren sagt er P wie Pinsel und T wie Telefon, insofern ist es per se nicht falsch, aber es klingt falsch. Wir haben erst überlegt, Emil deswegen wieder zurückzuschicken, ihn aber dann doch behalten. Das „Problem“ tritt nur bei bestimmten Tasten und Karten auf und ich denke, sie hat es auch verstanden.

Das Fazit

Die Karten können praktisch in einem Staufach auf der Rückseite gelagert werden, der Laptop ist, wie die Kinder bewiesen haben, sehr robust, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Wider Erwarten wird er hier sehr oft genutzt, zunehmend nun auch von den kleinen Brüdern. Einen gewissen Nervfaktor hat er allerdings auch und es muss sicherlich nicht immer Plastikspielzeug oder eine Imitation von Erwachsenengeräten sein. Ob und inwiefern dies für andere Eltern eine Idee ist, muss jeder selbst entscheiden. Per se bin ich eigentlich weder ein allzu großer Freund von Plastikspielzeug noch von Spielzeug, das auch noch Geräusche macht. Als Holzalternative ohne Ton wären wir aber nicht weit gekommen. Für das, was wir forderten, ist Emil aber auf jeden Fall eine gute Entscheidung gewesen. Seitdem ist mein Laptop nämlich tatsächlich weitgehend uninteressant.

 

 

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Anja

Anja

Wer schreibt hier eigentlich?
Mein Name ist Anja, ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und von Beruf Orthopädin. Ich habe eine Tochter (geb. Juni 2010) und eineiige Zwillingsjungs (geb. September 2011). Im Juli 2014 kam noch unsere Tochter Nika hinzu. Wir wohnen in der Nähe von Braunschweig.

Meine Kinder sind tatsächlich meine liebste Freizeitbeschäftigung. Ihnen in ihrer Entwicklung zuzusehen und mit ihnen die Welt zu erkunden, ist durch nichts zu ersetzen. Aber ich mag auch noch andere Dinge, wie Lesen, Schreiben, das Internet, Reisen und mich mit Freunden treffen.
Ich schreibe für diesen Blog, weil ich Spielzeug liebe! Schon immer und immer noch. Meine Kinder sind quasi die Entschuldigung dafür, immer und überall neues Spielzeug zu kaufen. Aktuell steht bei uns noch das Baby- und Kleinkinderspielzeug im Vordergrund, allerdings rücken wir doch langsam zu Bausteinen, Autos, Puzzlen und Gesellschaftsspielen auf. Außerdem interessieren uns Lernspielzeug und Aktivitätsspielzeug (Fahrzeuge, Outdoorspielzeug) sowie Rollenspielzeug (Kinderküche, Puppen). Vielleicht mag der eine oder andere geneigte Leser ja von meinen Erfahrungen profitieren.

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