Die Olchis – müffeliger (Vor)lesespaß

Letztes Jahr bekam mein Jüngster die Einladung zu einem Olchi-Geburtstag. Also wurde es für uns höchste Zeit, die Olchis vorher einmal kennen zu lernen. Da es eine große Auswahl an Olchibüchern (Verlag: Oetinger) und sonstigen Produkten gibt, war dieses Kennenlernen auch nicht so schwer zu bewerkstelligen ;-) Wir lesen vor allem die Olchi-Bücher der „Erstes Lesen“-Serie „Sonne, Mond und Sterne“, inzwischen heißt die Serie „Büchersterne“, es gibt aber auch Bilderbücher für die kleinen und Romane für die größeren Olchifans. Der Autor heißt übrigens Erhard Dietl.

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Kurze Vorstellung der Olchis

Die Olchibücher drehen sich vor allem um die Olchifamilie, bestehend aus dem Olchibaby, zwei Olchikindern, deren Eltern und einem Großelternpaar. Sie haben keine Namen, so heißen die Kinder auch nur „das eine Olchi-Kind“ und „das andere Olchi-Kind“ oder die Eltern eben Olchi-Mama und Olchi-Papa. Die Olchis unternehmen viel gemeinsam, für längere Reisen fliegen sie auf dem Rücken ihres Drachens „Feuerstuhl“. Die Olchis leben  wie die Menschen auf der Erde, sind aber ganz anders. Vor allem lieben sie Gestank, Müll, Unordnung und alles, was die meisten Menschen eklig finden. Entsprechend genießen die Olchis auch den Gestank und den Unrat an ihrem Wohnsitz auf der Schmuddelfinger Müllkippe.

Der Charme der Olchis

Natürlich sind die Menschen und teilweise auch Tiere, denen die Olchis auf ihren Abenteuern begegnen, oft ziemlich irritiert von ihrem doch so anderen Aussehen und vor allem von ihrem wirklich grausigem Gestank und ihren ekligen Essgewohnheiten. Gerade das ist aber das Tolle für die Kinder, die Olchis können ungestraft und ungeniert all das machen, wofür Eltern ihre Kinder schimpfen: in der Öffentlichkeit rülpsen, fluchen, furzen, sich einfach absolut daneben benehmen – und dabei sind sie doch einfach liebenswert. Die Olchis erleben übrigens oft alltägliche Dinge, die Menschen genauso erleben können: sie spielen Fußball, gehen in die Schule oder den Zoo, verreisen u.s.w., nur eben alles auf ihre eigene olchige Art.

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Was ich als Mama dabei toll finde: die Olchis sind einfach so, wie sie sind, und scheren sich nicht darum, wie andere auf sie reagieren oder was sie von ihnen halten. Dieses gesunde Selbstbewusstsein kann durchaus auch für schüchterne und zurückhaltende Kinder vorbildhaft sein.

Fazit

Elias findet die Olchis „einfach toll“ und auch die Olchifeier war klasse. Auch ich finde die Bücher sehr unterhaltsam und lese sie ihm gerne vor. Wahrscheinlich wird Elias aber bestimmt bald selber in Olchibüchern schmökern, denn er kommt ja jetzt in die Schule. Von mir also ein klare Empfehlung für die Olchis, allerdings fehlt mir in den neueren Büchern die Vorstellung der Olchis. Aber naja, dann lernt man sie eben im Buch kennen. Dafür gibt es in den „Büchersternen“ am Ende kleine Rätsel und Suchbilder, die auch Spaß machen.

+ tolle Figuren
+ lustig und vorbildhaft
+ohne erhobenen Zeigefinger
+ pädagogisch wertvoll
+ für viele Altersstufen
– da gibt es nichts

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Isabelle

Auch aus Oberbayern gibt es einiges zum Thema Spielzeug zu schreiben – und zwar von mir, Isabelle. Als Mutter von drei Kindern habe ich viel Erfahrung mit Spielzeug. Manche Sachen sind einfach toll, andere nervig, werden aber von Kindern geliebt, und wieder andere sind einfach nur unnütz. Unsere Erfahrungen teilen wir hier gerne mit euch.

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